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Rückstauschleife unterhalb der Rückstauebene

Tipps für die Planung

Korrekt installiert: Herausforderung Hebeanlage

Elementare Bestandteile bei der Installation einer Abwasserhebeanlage sind die sogenannte Rückstauschleife zum Schutz vor eindringendem Wasser aus dem Kanal und eine Lüftungsleitung zur Be- und Entlüftung der Hebeanlage.

Gemäß DIN EN 12056-4 ist die Rückstauschleife der Teil der Druckleitung, der über die Rückstauebene geführt wird. Nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren soll das Abwasser bei korrekter Überhöhung damit auch bei Rückstau aus dem Kanal nicht in das Gebäude gelangen.

Die korrekte Ausführung einer Rückstauschleife ist von entscheidender Bedeutung, um einen zuverlässigen Schutz vor Rückstau zu gewährleisten. Auch die normgerechte Be- und Entlüftung nach DIN EN 12056-4 hat einen entscheidenden Stellenwert, um Betriebsstörungen der Hebeanlage oder Geruchsprobleme zu vermeiden.

Die Problematik im Überblick

In der Praxis stellen Rückstauschleife und Lüftungsleitung Planer und Verarbeiter bei Neubau und vor allem bei der Sanierung vor Probleme:

  • Vorfinden einer bestehenden Bausituation, die den Verbau einer Rückstauschleife oder Lüftungsleitung erschwert oder unmöglich macht (z. B. aufgrund von Besitzverhältnissen, baulichen Einschränkungen, Akustik, Statik, historischem Denkmalschutz oder Brandschutz)
  • Hohe Baukosten für Deckendurchbrüche und Steigleitungen sowie Maßnahmen des Brand- und Schallschutzes
  • Verlust von Raumfläche
  • Schwierigkeiten bei der exakten Bestimmung der wirksamen Rückstauebene
  • Gefahr von unzureichendem Objektschutz, wenn die Rückstauschleife nicht über der Rückstauebene verlegt wird

Die Lösung

Ein Einfamilienhaus benötigte bislang für die Installation einer Grauwasser-Hebeanlage mit Rückstauschleife nach Norm einen Deckendurchbruch in den Wohnbereich (Situation 1). Der Systemtrenner kann unterhalb der Rückstauebene installiert werden (Situation 2). Das bedeutet, dass das Objekt auch ohne Rückstauschleife vor Rückstau geschützt ist – ganz ohne dabei an Wohnraum zu verlieren. Gleichzeitig ist diese Lösung bis zu 50 Prozent günstiger als ein klassischer Deckendurchbruch. 

Situation 1:

Der klassische Weg

Die Rückstauschleife wird durch die Decke geführt.

Situation 2:

Der smarte Weg

Der Einbau eines Systemtrenners CleverLoop.

Das Funktionsprinzip

Der Systemtrenner CleverLoop für die Druckleitung von Hebeanlagen verfügt über einen mechanischen Verschluss, der sich nur bei Pumpbetrieb öffnet und danach selbsttätig schließt. Er bietet damit maximale Sicherheit vor ungewolltem Rückfluss – ohne zusätzlichen Strombedarf oder komplizierte Technik. Der Systemtrenner lässt sich problemlos an verschiedene Druckanschlüsse (z. B. DN 50, 80 oder 100) unterhalb der Rückstauebene in der Freispiegelentwässerung mit Muffen- und Stutzendimensionen (DN 90 bis DN 200) anpassen.

Einbaubeispiele für Planer

Liegt der Kanal höher als die Ablaufstelle, muss das Abwasser üblicherweise über eine Rückstauschleife zum Kanal gefördert werden. Das bedeutet oft zusätzlichen Aufwand und einen erhöhten Platzbedarf.

Der Systemtrenner CleverLoop bietet hierfür eine innovative Alternative. Dank seiner neuartigen Bauweise muss das Abwasser nicht mehr über die Rückstauebene gehoben werden. Gleichzeitig schützt der innenliegende Mechanismus zuverlässig vor Rückstau. So ermöglicht CleverLoop eine wirtschaftliche, saubere und schnelle Installation im Neubau und bei Sanierungen.


Geeigneter Einbauort

Der Systemtrenner muss an die belüftete Grund- und Sammelleitung angeschlossen werden, die gemäß EN 12056-2 zu dimensionieren ist. Die Hebeanlage ist so zu bemessen, dass die Fließgeschwindigkeit in der Druckleitung von min. 0,7 m/s bis max. 2,3 m/s eingehalten wird.

Die Installation ist ausschließlich für den Einbau in freiliegende Leitungen vorgesehen. Die Montage erfolgt an der Decke. Diese muss das Gewicht und die auftretenden Kräfte sicher tragen können und vorab auf Tragfestigkeit geprüft werden.

Platzbedarf

Der Platzbedarf für den Systemtrenner CleverLoop ist im Vergleich zu einer herkömmlichen Rückstauschleife wesentlich geringer, da die raumgreifenden Steigleitungen bis unter die Decke entfallen.

Zu beachten ist allerdings, dass eine der Wartungsöffnungen des Systemtrenners immer zugänglich sein muss. Darüber hinaus muss unterhalb des CleverLoops freier Zugang von mindestens 400 mm für die große Wartung eingehalten werden, die nach 100.000 Schaltspielen bzw. maximal nach 5 Jahren stattfindet.

Schallschutz

Da der Systemtrenner CleverLoop direkt an der Decke montiert wird und über ihn der Abwasserstrom der Hebeanlage fließt, muss die Übertragung von Vibrationen und Betriebsgeräusche als Körperschall auf das Mauerwerk unterbunden werden.

Das Befestigungs- und Schalldämmset enthält schallabsorbierende Dübel, spezielle Stockschrauben sowie sogenannte Schalldämmnippel und Unterlegscheiben. Durch diese Elemente wird das Gerät mechanisch von der Wand entkoppelt, sodass Schwingungen der Pumpe oder beim Öffnen und Schließen des internen Ventils nicht als störendes Brummen in das Gebäude übertragen werden.

TÜV-geprüfte Sicherheit

Neue Produktentwicklungen erweitern gewohnte Bauweisen. Mit dem Systemtrenner CleverLoop und der Lüftungsweiche CleverVent lassen sich die in der EN 12056, DIN 1986-100 oder ÖNORM B 2501 genannten Anforderungen an Rückstausicherheit und Lüftung sicher erfüllen.

Der Systemtrenner CleverLoop und die Lüftungsweiche CleverVent wurden von anerkannten Forschungseinrichtungen wie der Technischen Hochschule Esslingen, der Fachhochschule Steinfurt und der Technischen Universität Berlin ausführlich getestet und positiv bewertet.

Bei umfangreichen Typprüfungen durch den TÜV Rheinland wurden die Praxistauglichkeit und Sicherheit der Produkte nachgewiesen. Die bautechnische Zulassung am Österreichischen Institut für Bautechnik (OIB) dokumentiert die Eignung und Anwendbarkeit beider Produkte, die auch das Schweizer Gütesiegel Qplus Swiss Quality tragen. Darüber hinaus bestätigt die Einhaltung der DIN SPEC 3615 die Qualität und Sicherheit der Produkte.

Diese Nachweise externer Experten in Kombination mit der Herstellererklärung der KESSEL SE + Co. KG belegen damit die geprüfte Sicherheit von CleverLoop und CleverVent.

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